LCD TV oder Plasma Fernseher

Der alte Röhrenfernseher soll endlich aus dem Wohnzimmer verbannt werden. Doch für viele stellt sich jetzt die Frage, welche Fernsehtechnik stattdessen Einzug halten soll: LCD oder Plasma? Dabei sollten zahlreiche Kriterien bedacht werden, bevor man sich schließlich entscheidet. Ein wichtiger Faktor ist zunächst die Bildschirmdiagonale. Soll es ein eher kleines Fernsehgerät sein, dann hat man keine Wahl: Plasmabildschirme gibt es erst ab einer Größe von 37 Zoll beziehungsweise 94 cm Bildschirmdiagonale. Doch auch bei Geräten bis zu 42 Zoll sollte LCD die erste Wahl sein, denn die im Plasma-Gerät eingebauten Lüfter sind teuer und oft auch unangenehm laut.

Bei den größeren Geräten spielen dann aber insbesondere die Lichtverhältnisse, der Betrachtungswinkel, der Stromverbrauch und schließlich die persönlichen Vorlieben eine wichtige Rolle. Die meist matten Frontscheiben der LCD-Geräte bieten große Vorteile, wenn auch bei Sonnenschein dem Fernsehgenuss nichts im Wege stehen soll. Die spiegelnden Scheiben der Plasma-Fernseher verursachen oft störende Reflexionen. Für wahre Heimkinofans hat der Plasma einen wichtigen Vorteil: Er kann Farben etwas besser darstellen. Insbesondere Hauttöne wirken natürlicher und Schwarz erscheint auch tatsächlich schwarz und nicht nur dunkelgrau. Wer jedoch intensiv strahlende Farben bevorzugt, ist mit dem LCD-Fernseher besser beraten. Insgesamt sind sich beide Gerätetypen bei der Bildqualität aber nahezu ebenbürtig.

Beim Kauf sollte ebenfalls der Betrachtungswinkel bedacht werden. Schaut man oft in größeren Gruppen, bei denen einige Leute seitlich sitzen müssen, dann sollte man zum Plasmafernseher greifen. Bei der technischen Konkurrenz wirkt das Bild von der Seite meist milchig. Plasma-Geräte gelten meist als Stromfresser, doch lässt sich das nicht verallgemeinern. Der Stromverbrauch schwankt extrem, besonders in Abhängigkeit von Bildschirmauflösung und Helligkeit. In dunklen Thrillern verbrauchen die Geräte deutlich weniger als bei sehr hellem Filmmaterial. Niedrig aufgelöste Plasmas haben einen ähnlichen Energieverbrauch wie gleichgroße LCD-Geräte. Bei höher aufgelösten Geräten steigt er jedoch stark an.

Der gravierendste Nachteil von Plasma-Fernsehern ist der sogenannte Einbrenneffekt. Motive, die eine lange Zeit gleichbleibend gezeigt werden, zum Beispiel Logos von TV-Sendern, können Schattenbilder hinterlassen, die auch nicht verschwinden, wenn das Motiv ausgeblendet wird. Moderne Geräte haben jedoch Techniken, um eingebrannte Motive zu entfernen. Dazu wird in der Regel über den kompletten Bildschirm eine Weißfläche angezeigt. Welches Gerät letztlich im Wohnzimmer einzieht, hängt also von vielen Faktoren ab. Beide Gerätetypen haben Vor- und Nachteile, welche man beim Kauf abwägen sollte.