Geldanlage: Tagesgeld vs. Festgeld

Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise sind allerorts spürbar und gerade wenn es darum geht, Kapital mit einer attraktiven Rendite sicher anzulegen, sind nicht wenige Anleger verunsichert. Denn nicht wenige Kapitalanleger mussten zum Teil erhebliche Renditeeinbußen hinnehmen. Da versteht es sich von selbst, dass sie für die Zukunft eher auf Nummer sicher gehen und ihr Kapital in sichere Anlagen investieren.

Tägliche Verfügbarkeit vs. langfristige Kapitalanlage

Das bedeutet aber nicht, dass das Ersparte auf dem guten Sparbuch ein eher kümmerliches Dasein fristen wird. Die Alternativen dazu, ohne Zweifel ebenfalls als sehr sichere Anlagen bekannt, sind Tagesgeld- und Festgeldkonten. Welches der beiden Anlagemöglichkeiten für den Sparer die richtige ist, hängt in erster Linie davon ab, wie lange er sein Geld anlegen möchte bzw. ob er bereit ist, eine gewisse Zeit auf sein Kapital verzichten zu können. Zwar versprechen beide Anlagearten eine attraktive Rendite und gelten als sicher, doch gibt es nicht unwesentliche Unterschiede.

Anlagezeiträume beim Festgeld

So hat ein Anleger beim Tagesgeldkonto die Möglichkeit, täglich auf sein Erspartes zurückzugreifen und wenn notwendig das Tagesgeldkonto auch aufzulösen. Beim Festgeldkonto hingegen vereinbart der Anleger mit der Bank eine bestimmte Laufzeit und kann erst dann, eine rechtzeitige Kündigung vorausgesetzt, wieder an sein Kapital heran. Die durchschnittliche Laufzeit einer Festgeldanlage beläuft sich dabei auf mindestens sechs Monate, für die der anfangs vereinbarte Zins für die gesamte Laufzeit über Gültigkeit besitzt. So gibt es aktuell (Stand: November 2010) bei der Mercedes-Benz-Bank bis zu 3 % Zinsen; die Credit-Europe-Bank bietet bei Laufzeiten von bis zu 120 Monaten gar 4 % Zinsen an.

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Zinsniveau und Rendite bei Fest- und Tagesgeld

Diese Renditen können Anleger beim Tagesgeld in der Regel nicht erwarten. Außerdem kann der Zinssatz nahezu täglich abgeändert werden. Wer allerdings als Neukunde ein Tagesgeldkonto eröffnet, kann bei einigen Anbietern wie z.B. der DKB-Bank mit 3,5 % Zinsen für die ersten sechs Monate rechnen. Die Regel sind allerdings eher durchschnittliche 1,5 bis 2 % Zinsen, die mit dem generell niedrigen Zinsniveau zusammenhängen.

Vorzeitige Auflösung des Festgeldkontos vermeiden

Dafür hat der Anleger aber auch die Möglichkeit, täglich an sein Erspartes zu kommen während er gut beraten ist, eine vorzeitige Auflösung seines Festgeldkontos zu vermeiden. Dann werden Vorschusszinsen fällig, die die anfangs zu erwartende Rendite ganz sicher nicht mehr attraktiv erscheinen lassen.