Dienstwagen - Fahrtenbuch oder Pauschale

Es gibt Berufe, bei deren Ausübung man immer wieder viel unterwegs ist. Oft werden einem durch den Arbeitgeber für diese Zwecke dann Firmenwagen zur Verfügung gestellt. Dabei kann es dem Arbeitnehmer gestattet werden, dass er diesen Firmenwagen auch für private Zwecke nutzen darf. Das kann bereits damit geschehen, dass man den Firmenwagen für den Weg von der Arbeitsstätte nach Hause nutzt und umgekehrt. Wenn eine solche private Nutzung erlaubt ist, dann stellt sich für den Unternehmer und seinen Arbeitnehmer die Frage nach der richtigen Besteuerung des Firmenfahrzeugs. Die beiden Methoden, die die häufigste Verwendung finden, sind die Besteuerung nach Fahrtenbuch und die Pauschalbesteuerung nach der sogenannten 1%-Regelung.

Wichtigste Voraussetzung für beide Varianten ist in jedem Fall, dass der Firmenwagen regelmäßig auch für private Zwecke genutzt wird. Sollte das Fahrzeug ausschließlich zu dienstlichen Zwecken gefahren werden, so kommt keine der Regelungen in Betracht. Dies sei aber nur am Rande erwähnt. Mit der Besteuerung nach Fahrtenbuch werden alle Kosten, die durch das Fahrzeug entstehen, direkt zugeordnet. Dabei ist in jedem Fall darauf zu achten, dass dieses Fahrtenbuch ordentlich geführt wird. Dazu gibt es einige Vorgaben, wie umfangreich die Eintragungen sein sollten. Für die Freunde der modernen Technik sei in diesem Zusammenhang erwähnt, dass man unter Umständen auch elektronische Fahrtenbücher verwenden darf. Sie müssen nur die Vorgaben erfüllen und es muss gewährleistet sein, dass eine nachträgliche Änderung der Daten nicht mehr vorgenommen werden kann. Eine Abrechnung nach Fahrtenbuch ist in jedem Fall eine äußerst genaue Methode.

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Bei der Pauschalbesteuerung nach der 1%-Regelung muss zunächst einmal gesichert sein, dass die betriebliche Nutzung des Fahrzeugs mehr als 50 % ausmacht. Dies muss man unter Umständen auch über ein geführtes Fahrtenbuch nachweisen. Es gibt allerdings auch einige Berufsgruppen, bei denen man auf einen solchen Nachweis verzichtet, da diese augenscheinlich die Nutzung des Fahrzeugs zwingend erforderlich machen (Handelsvertreter, Taxifahrer, etc.). In jedem Fall wird bei der 1%-Regelung dem Nutzer des Firmenfahrzeugs ein sogenannter geldwerter Vorteil auf seinen Lohn angerechnet. Der geldwerte Vorteil setzt sich zusammen aus 1 % des Brutto-Inlands-Listenpreises des Fahrzeugs (maßgeblich ist der Neupreis bei Anschaffung des Fahrzeugs) und einem Pauschalbetrag für die Nutzung des Fahrzeugs für die Fahrten zwischen Arbeitsstätte und Wohnung. Hierzu setzt man einen Betrag von 0,03 % des Brutto-Inlands-Listenpreises für jeden Kilometer Entfernung. Im Prinzip wird es auf die Verteilung private vs. dienstliche Nutzung ankommen, welches die richtige Methode sein wird.